Davit Melkonyan (*1986 in Eriwan/Armenien) 

 

Davit Melkonyan begann seine Ausbildung an der Hochschule für Künste in Bremen bei Viola de Hoog und setzte sie an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock bei Gert von Bülow fort. Sein Studium schloss er im Jahre 2011 an der Universität der Künste in Berlin bei Jens-Peter Maintz mit Auszeichnung ab. Wichtige Anregungen und Impulse erhielt er von Walter Levin, Anner Bylsma, Christophe Coin Reinhard Goebel und Helmut Lachenmann.

 

Als Preisträger des XVI. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig gastierte Davit Melkonyan bei bedeutenden Musikfestivals, wie dem Musikfest Bremen, den Tagen Alter Musik Herne, den Bach-Mendelssohn Festtagen in Leipzig und im Bachhaus in Eisenach, den Thüringer Bachwochen in Weimar und den Frankfurter Kammermusiken in Frankfurt (Oder). 

 

2011 erspielte er sich den 2. Preis beim XXXIV Internationalen Wettbewerb für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts „Premio Bucchi“ in Rom, Italien.

 

 

2012 erhielt Davit Melkonyan gemeinsam mit dem Cembalisten und Hammerklavier-Spezialisten Mikayel Balyan den Förderpreis „Artist in Residence Deutschlandfunk 2012“ des Musikfests Bremen und des Deutschlandfunks. 

 

2013 spielte das Duo Melkonyan-Balyan die Sonaten von Bernhard Romberg auf Originalinstrumenten ein, im folgenden Jahr erschien ihre Aufnahme der Sonaten von Johannes Brahms bei Sony Classical, Deutsche Harmonia Mundi, ebenfalls auf Originalinstrumenten. 

Im Dezember 2015 veröffentlichte cpo Melkonyans Einspielung der Cellokonzerte Nr. 1 und Nr. 5 von Bernhard Romberg mit der Kölner Akademie unter der Leitung von Michael Alexander Willens. Für die Romberg-Aufnahmen richtete Melkonyan in Zusammenarbeit mit dem Pariser Geigenbauer Balthazar Soulier das Instrument nach Rombergs Zeichnungen aus seiner Violoncell-Schule historisch ein.

 

Im September 2017 nahm er  gemeinsam mit Christophe Coin im WDR die drei  Duos op. 33 von Bernhard Romberg auf. Im gleichen Jahr trat das Duo Coin-Melkonyan wiederholt mit Duo-Programmen in Deutschland und Frankreich auf, mit Celloduos von Jean-Louis und Jean-Pierre Duport, Bernhard Romberg, Anton Kraft, Felix Battanchon und Jacques-Michel Hurel de Lamare. Für 2019 sind Konzerte des Duos mit Schwerpunkt Jacques Offenbach und Jean-Louis Duport geplant.  

 

Im November 2016 gewann Melkonyan mit seinem Barockensemble „Ludus Instrumentalis“ den 1. Preis beim Gebrüder-Graun-Wettbewerb, Bad Liebenwerda. Es folgten Auftritte beim Bachfest Leipzig, dem Festival de Musique du Haut Jura, der Chapelle Corneille in Rouen und den Potsdamer Festspielen. 2018 wurde das Ensemble zur „Rheinsberger Hofkapelle - Ensemble in Residence “ im Schloss Rheinsberg ernannt. 

 

Er arbeitet kammermusikalisch zusammen mit Mikayel Balyan, Christophe Coin, Andrés Gabetta, Tobias Koch, Chouchane Siranossian, Evgeny Sviridov und Anton Steck.  

 

Neben der konzertierenden Tätigkeit beschäftigt sich Davit Melkonyan mit der Interpretationsforschung und dem Studium der Streicher-Spieltechniken des 18. und 19. Jahrhunderts sowie der Wiederaufführung in Vergessenheit geratener Werke dieser Epochen. 

 

Er wurde von der Berner Fachhochschule, dem Musikinstrumentenmuseum Berlin sowie dem Zentrum für Alte Musik Köln eingeladen, die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit in  Vorträgen und Gesprächskonzerten vorzustellen.